Wir sind eine Gemeinde,

die sich ermutigen und herausfordern lässt von Gottes froher Botschaft
Als christliche Gemeinde evangelisch-reformierter Tradition sind wir davon überzeugt, dass Kirche sich immer wieder die Frage stellen muß, ob sie noch dem Auftrag Jesu Christi entspricht. Als Gemeinschaft wollen wir dieser Frage nachgehen und alle dazu einladen, miteinander eine Kirche zu gestalten, die den Menschen dient.

eine offene Gemeinschaft

Wir sind der festen Überzeugung, dass Verschiedenheit eine Bereicherung ist. Darum finden sich in unserer Gemeinde nicht nur Menschen aller Altersstufen, sondern auch verschiedenster Nationen. Wir wollen voneinander lernen und durch die verschiedenen Lebens- und Glaubenserfahrungen die Weite der Möglichkeiten, Gott zu begegnen, deutlich machen.

eine feiernde Gemeinde

Zentrum unseres Lebens ist der Gottesdienst, das Feiern der Nähe und Gegenwart Gottes. Gemeinsam suchen wir nach Formen des gottesdienstlichen Lebens, in denen unterschiedliche Bedürfnisse abgedeckt und verschiedene Ebenen angesprochen werden. Darum sind auch alle eingeladen, Gottesdienste mitzugestalten. Von Kindern bis zu älteren Menschen – alle können ihren persönlichen Beitrag zum Gottesdienst leisten.

eine diakonische Gemeinde, die Zuwendung zum Menschen praktisch lebt

Wir sind uns unserer Verantwortung als Kirche in der Gesellschaft bewusst. Daher bemühen wir uns um praktische Hilfe und konkrete Unterstützung von Menschen in Notlagen auch über unsere Gemeindegrenzen hinaus.

eine Gemeinschaft auf dem Weg

In einer Welt beständiger Veränderungen können wir nicht einfach stehen bleiben und uns nur auf Traditionen berufen. Wir wollen die Entwicklungen unserer Zeit bewusst sehen und kritisch begleiten. Darum sind wir für Menschen jedes sozialen Hintergrundes und in verschiedensten Lebensformen offen.
Wir möchten zum verantwortungsvollen Gestalten des Lebens und der Welt ermutigen.

eine Gemeinde ohne feste Grenzen

Wir laden in ökumenischer Offenheit Menschen aller Glaubensrichtungen ein, mit uns zu feiern und Leben zu teilen. Bewusst pflegen wir ökumenische und interreligiöse Partnerschaften mit unseren Nachbarn als Zeichen der weltumfassenden Gemeinschaft aller Menschen.

Religiöse Vielfalt

Das Presbyterium der Pfarrgemeinde H.B. Wien-Süd stellt fest, dass Vielfalt in religiöser und weltanschaulicher Hinsicht ein positiver Wert ist, den es aktiv wertzuschätzen gilt. Es ist gut, dass es verschiedene Weisen gibt evangelisch und christlich, bzw. auf andere Weisen von einer letzten Wirklichkeit überzeugt zu sein, solange es im Rahmen einer einander würdigenden Verbundenheit gelebt wird.

Einerseits stellen wir jedoch fest, dass dies in lutherischen Nachbargemeinden A.B. keine Selbstverständlichkeit ist, wenn z.B. die Existenz einer Gemeinde H.B. auf ihrem Gemeindegebiet ausgeblendet und dadurch Vielfalt zu etwas Negativem wird und andererseits beobachten wir ein gesellschaftliches Klima, in dem ganz im Gegenteil keine Förderung von Wertschätzung von weltanschaulicher und religiöser Vielfalt verbreitet wird, sondern oft genau das Gegenteil.

Wir ziehen daraus für uns den Schluss, selbst unsere Wertschätzung von weltanschaulicher und religiöser Vielfalt zu intensivieren in bestehenden und künftigen Kontakten mit unseren kirchlichen und gesellschaftlichen Partnern, z.B. in Kontakten mit nicht nur einer, sondern verschiedenen Moscheegemeinden als fixem Bestandteil unserer Konfirmations-, Jugend-, Chor- und allgemeinen Gemeindearbeit.

Und wir halten, wie eingangs bereits gesagt, fest, dass sowohl unser Glaube als das gesellschaftliche Zusammenleben es erfordern auf vielfältige Weise mit der gesellschaftlichen Vielfalt in einen einerseits grundlegend vertrauensvollen und andererseits dadurch auch kritischen Dialog zu kommen und diesen stetig weiterzuentwickeln.