Quelle: GEP

Christbaum der Herzen

Vor einigen Jahren hat er viel Aufsehen erregt, der „Herzerlbaum“  im Park neben dem Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz

Es ging um die kreative Idee, einen einfachen Parkbaum mit großen roten, leuchtenden Herzen zu einem weihnachtlichen Statement umzuwandeln. Ein Symbol der Liebe, das allerdings durch einen Streit um die Frage, wer die Rechte an dieser Idee hatte, etwas von seinem Glanz verloren hat. Dieser Streit wurde zum Rechtsstreit, man fand eine Lösung, der „Herzerlbaum“ könnte jetzt wieder im Rathauspark stehen, allerdings: heuer gibt es aus bekannten Gründen keine Weihnachtsmärkte.

Flexibilität

Der „Herzerlbaum“ war zwar Teil einer adventlichen Installation – ein Weihnachtsbaum oder Christbaum im eigentlichen Sinne ist er aber nicht gewesen. Vielleicht kann er uns aber dazu inspirieren, die Christbäume, mit denen wir den Heiligen Abend feiern, auch als „Herzerlbäume“ zu verstehen. Als Aufforderung, ein Herz für unsere Mitmenschen zu haben.

Offene Herzen

Ein festlich geschmückter Christbaum ist einfach etwas Schönes. Glitzernder Christbaumschmuck im Kerzenschein gibt unseren Weihnachtsfeiern eine himmlische Dimension. So schön und wichtig das auch ist – es verleitet auch dazu, nur das Himmlische, und
nicht auch das Irdische der Botschaft von Weihnachten zu sehen. Denn schließlich stand der armselige Stall von Betlehem mittendrin in unserer gebeutelten Welt. Und hat erst dadurch Menschen bewegen und berühren können. Sie berührt, mit all dem, was sie jeweils auf dem Herzen hatten. Aber gleichzeitig auch dazu ermutigt, ihre Herzen für den anderen und die andere zu öffnen.
In diesem Sinne: ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Pfr. Johannes Wittich