Obstbaumpflege am Wienerberg

Für unsere Gemeinde als Baumpatin eines Pfirsichbaums am Wienerberg wurde es Zeit, einmal nach unseren Bäumchen zu sehen. Mit professioneller Unterstützung des Vereins Obststadt Wien wollten Annamarie Reining, Gerti Seper und ich einmal nachsehen, was sich getan hat und eventuell helfend eingreifen. Geplant war: Gießringe erneuern, Anbindungen/Pflöcke erneuern, Gießen und Mulchen.

Foto: Franz Radner

Wir trafen uns an einem diesigen aber warmen Nachmittag mit den Profis am Obsthain und waren überrascht, wie groß der Baum schon war. Er ist schön gerade gewachsen und man kann die Kronenbildung gut erkennen. An diesem Tag konnten wir auch sehen, dass der Baum die ersten Blütenknospen schon hervorbrachte. Leider wurden die neuen, regenbeständigen Taferln nicht rechtzeitig geliefert, sodass wir nur das alte Schild mit Filzstift nachziehen konnten. An dieser Stelle auch vielen Dank an Gerti, die diese Arbeit während des Jahres immer wieder gemacht hat.

Jetzt ging es los mit der Pflege. Gießen war nicht erforderlich, weil es vorher ohnehin geregnet hatte. Auch der Pflock stand noch fest im Boden und die Anbindung war noch nicht zu eng. Also begannen wir mit dem Gießring, danach wurde er mit Laub eingemulcht. Dabei war darauf zu achten, dass das Laub nicht am Stamm angehäuft wird. Wir legten einen zusammengetretenen Laubring in einigem Abstand zum Stamm in den Gießring. Zur Dekoration kam dann noch Gras darüber. Wie wir erfuhren, kann jedes organische Material zum Mulchen verwendet werden. Die Gärtner erklärten uns auch noch, dass die Triebe unterhalb der Krone wegzunehmen sind, damit der Baum ein schöner Baum mit Stamm und Krone wird und nicht wie ein Busch aussehen wird.

Nach der Arbeit betrachteten wir wohlwollend unser Werk. Der Baum steht an einem Platz, der vom Morgen bis zum Abend von der Sonne beschienen wird. Er hat die besten Voraussetzungen einmal ein schöner, großer Pfirsichbaum zu werden. Schön wäre, wenn wir zum Erntedankfest wenigstens einen Pfirsich von unserem Baum hätten.


(Franz Radner)

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